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"Vom Kampf der Rivalen" II. Anthologie
- FORUM LEBENDIGE JAGDKULTUR e.V.


Textauswahl nwm-verlag

Werner Schinko 80 - Gezeichnetes Leben -

Werner Schinko  am 05.03.2009 in Schwerin

Werner Schinko 80. Gezeichnetes Leben
Ausstellung im Schlesweig-Holstein-Haus Schwerin.


Schinko Ausstellungen werden für ihre Besucher immer ein Erlebnis, besonders dann, wenn der Künstler zur Eröffnung erscheint, was in der Regel der Fall ist...
Dr. Raimund Hoffmann, KATALOG zur Ausstellung, 2009, Seite 18

Hier beginnt der Inhalt

Tod im dunklen Tann

Wilderermordfall Mieger (1938)

Innentítel KROMSCHRÖDER, Dieter

Tod im dunklen Tann
Wilderermordfall Mieger


Mit zahlreichen Dokumentarfotos.
Mit 14 Zeichnungen, 55 Dokumentarfotos und 17 Abbildungen.
2009 Verlag J. Neumann-Neudamm AG Melsungen, 216 S.
ISBN 978-3-7888-1242-3

Zum Inhalt:

Dies ist die wahre Geschichte des Johann Mieger. Äußerste Kaltblütigkeit
und Brutalität waren die Kennzeichen eines Mannes, der seine dreiste und
reuelose Wilddieberei faktisch als Hauptberuf betrieb. Die Bereitschaft über
Leichen zu gehen und Förster, die ihm zu nahe kamen, ohne langes Federlesen
zu ermorden, machte ihn zum Kopf der berüchtigtsten Wildererbande im
Taunus. Was heute mit dem Schlagwort organisierte Kriminalität bezeichnet
wird, das hat Mieger bereits Anfang des 20. Jahrhunderts konsequent betrieben.
Nach langjährigen Recherchen hat der Autor jetzt ein spannendes Buch
über einen seinerzeit großes Aufsehen erregenden Wildererfall vorgelegt,
das in aller Deutlichkeit die damaligen Verhältnisse im Taunusgebiet ausleuchtet
und das Wildererdrama in allen Einzelheiten darstellt.

Der Autor:

Wildmeister Dieter Kromschröder hat bereits als junger Jäger über seine
Hegeerfahrungen in den heimatlichen Niederwildrevieren in der Jagdpresse
berichtet. Einige Jahre später fand er seine Aufgabe in der Betreuung von
sechs Hoch- und Niederwildrevieren im Taunus, die eine Gesamtgröße von
über 2000 ha hatten. Neben seiner beruflichen Tätigkeit hatte sich Kromschröder
der Aus- und Weiterbildung von Jungjägern verschrieben und war
über 30 Jahre als Lehrgangsleiter und Ausbilder tätig. Sein in dieser Zeit
entstandenes Lehrbuch „Vorbereitung auf die Jägerprüfung in Wort und Bild“
gilt inzwischen als Klassiker.


HOBUSCH, E.: Rezension

Rückseite - Umschlag Wieder ist eine klassische Wilddiebsgeschichte im Neumann-Neudamm Verlag erschienen, die eine Verleihung eines Ehrenhirschfängers des Deutschen Jagdschutz-Verbandes an den Autor Wildmeister Dieter Kromschröder verdient hätte. Doch diese Ehrung für „Berufsjäger, Forstbeamte und sonstige jagdschutzberechtigte Personen“, die sich besondere Verdienste um den Jagdschutz erworben haben, ist heute (lt. Satzung des DJV) nicht mehr als Auszeichnung vorgesehen. Was waren es damals noch für ehrenvolle Wildmeister, die sogar von ihren Berufskollegen mit dem Ehrentitel „Schrecken der Wilddiebe“ und mit einem goldenen Ehrenhirschfänger vom DJV ausgezeichnet wurden. Wildmeister Peter Köhler aus Falkenstein/Taunus gehörte zu ihnen. Auf den Seiten 203-205 wird er mit seiner „Streckenliste Wilddiebe“ vorgestellt, nach dem er in seinem 50-jährigen Berufleben insgesamt 40 Wilderer gestellt und zur Bestrafung gebrachte hatte, darunter auch Johann Wilhelm Mieger (27.03.1882 - 15.07.1938).

Im Klappentext heißt es dazu: „Dies ist die wahre Geschichte des Johann Mieger. Äußerste Kaltblütigkeit und Brutalität waren die Kennzeichen eines Mannes, der seine dreiste und reuelose Wilddieberei faktisch als Hauptberuf betrieb. Die Bereitschaft über Leichen zu gehen und Förster, die ihm zu nahe kamen, ohne langes Federlesen zu ermorden, machte ihn zum Kopf der berüchtigsten Wildererbande im Taunus.“

Auf 180 Seiten wird akribisch aufgelistet und spannend erzählt, wie in über zwei Jahrzehnten die Hoch- und Niederwildreviere des Taunus zum„Schauplatz einer weitverzweigten Bandenwilderei mit all ihren scheußlichen Auswüchsen wurden, angefangen beim wahllosen Niederknallen des Wilde bis hin zum Mord an Forstbeamten und Jägern. Kein Roman und kein Mittelalter, sondern düstere Wirklichkeit einer Seuche mitten in der verkehrsreicher Gegend, vor den Toren Frankfurts.“
Im Mittelpunkt des Bandes stehen die Morde an dem Forstmeister Birckenauer (am 31.10.1917) sowie an dem Jagdhüter Ernst Hofmann (am 16.04.1937); in den Wälder am Drillinger Bornberg bei Köppern im Taunus, die ausführlich nach den Unterlagen der durchgeführten Strafprozesse beschrieben wurden.

Der Autor, Wildmeister Dieter Kromschröder, schildert nun spannend diese damaligen Ereignisse in den dunklen Taunuswäldern, „dort habe ich bis heute über drei Jahrzehnte meiner Dienstzeit verbracht, allein im Köpperner Revier acht Jahre. Diese Zeit habe ich genutzt, mich vor Ort umfassend zu informieren….Dabei hatte ich Gelegenheit, in die vorhandenen Ermittlungs- und Gerichtsakten Einblick zu nehmen, und die Polizeifotos zu reproduzieren. Außerdem konnte ich auf die Aufzeichnungen von Altjägermeister Otto Bruns zurückgreifen, die er mir schon während meiner Ausbildungszeit zur Verfügung gestellt hatte. Otto Bruns war seinerzeit in beiden Strafprozessen gegen die Täter als Berichterstatter des Reichsjagdamtes tätig. Zusammen mit seinen Unterlagen hat sich das Bild abgerundet, das sich schon anhand der Aktenlage und durch die Berichte der Zeitzeugen abgezeichnet hatte.“

So konnte der Autor auch interessante persönliche Aufzeichnungen, Fotos und Dokumente der Forstschutzbeamten auswerten, die damals aktiv bei der Wildererbekämpfung mitwirkten. Leider sind in der vorliegenden Publikation diese wichtigen Quellennachweise überhaupt nicht dokumentiert, mit Literatur- und Archivquellen-Angaben belegt und exakt ausgewiesen worden. Schade, denn man liest nun den Text wie einen spannend geschriebenen historischen Roman, obwohl er auf authentischen Quellen beruht.

Für die wissenschaftliche Dokumentation zur Darstellung der „Wilddieberei & Förstermorde in Deutschland“ wäre es vorteilhaft, wenn die Dokumentation des Quellen- und Literaturnachweises für den Band „Tod im dunklen Tann – Wilderermordfall Mieger“ in die Sammlungen der Deutschen Jagdbibliothek der Julius-Naumann-Stiftung in Melsungen aufgenommen und dort wissenschaftlich erschlossen werden könnten. Außerdem ergibt sich die Frage, was ist aus dem mitangeklagten Sohn Wilhelm Mieger (geb. 1909 in Köppern) geworden und welche Dokumente gibt es dazu?

Bekanntmachung vom 15. Juli 1938

Seite 259 Der Fall Wilhelm Mieger

In Hobusch: Wilddieberei & Förstermorde - Band 3 - Kriminalkommissar Otto Busdorf -
Sein letzter Fall - Neumann-Neudamm - 2002 , S. 252 - 261