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"Vom Kampf der Rivalen" II. Anthologie
- FORUM LEBENDIGE JAGDKULTUR e.V.


Textauswahl nwm-verlag

Werner Schinko 80 - Gezeichnetes Leben -

Werner Schinko  am 05.03.2009 in Schwerin

Werner Schinko 80. Gezeichnetes Leben
Ausstellung im Schlesweig-Holstein-Haus Schwerin.


Schinko Ausstellungen werden für ihre Besucher immer ein Erlebnis, besonders dann, wenn der Künstler zur Eröffnung erscheint, was in der Regel der Fall ist...
Dr. Raimund Hoffmann, KATALOG zur Ausstellung, 2009, Seite 18

Hier beginnt der Inhalt

Eine haarsträubende Geschichte

Försterkreuz am Müggelsee Der Förstermord am Müggelsee
oder noch eine haarsträubende Geschichte



Wer als Spaziergänger oder Wanderer am Gedenkkreuz für den ermordeten Förster Schwarzenstein vorbeikommt, wird sich vielleicht fragen, was für eine Geschichte dahintersteckt. Für alle Interessierten hier eine kurze Abhandlung dazu.


Nahe des Strandbades Müggelsee befindet sich das Rahnsdorfer Forsthaus. Hier lebte und arbeitete von 1904 bis zu seinem Tode 1908 der Königliche Förster Emil Schwarzenstein mit seiner Frau, Sohn Willy und zwei Töchtern.

Am Abend des 22. Januar 1908 spielte Förster Schwarzenstein Skat im nahe gelegenen Restaurant "Paradiesgarten". Er verließ das Restaurant gegen Mitternacht. Auf dem Heimweg musste er ein dringendes "Geschäft" erledigen und hockte sich dazu etwas abseits der Straße im Wald hin. In diesem Moment wurde ihm mit einer Schrotflinte ins Gesäß geschossen, worauf er sich wohl umdrehte. Dann traf ihn eine zweite Schrotkugel tödlich in die Brust.


weiter Randberliner - Rahndorf


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Der Förstermord am Müggelsee

Kriminalkommissar  Otto Busdorf - Sein letzter Fall Der Fürstermord am Müggelsee

In: Erich Hobusch: Wilddieberei und Förstermorde- Band 3,
Kriminalkommissar Otto Busdorf
– Sein letzter Fall - S. 13 - 44

Friedrichshagen, 23. Januar 1908:
„Ein schweres Verbrechen. In der letzten Nacht ist in unserer Gegend der
allgemein bekannte und beliebte Förster Schwarzenstein in Rahnsdorf-
Mühle, Inhaber der Försterei Müggelsee, erschossen worden.
Der Ermordete wurde heute früh gegen 6 Uhr von dem in Rahnsdorf- Mühle
wohnenden Arbeiter Wolter auf dem Wege von der Kolonie zur Försterei,
dicht an der Friedrichshagener Chaussee tot aufgefunden. Nachdem sie die
Familie des Getöteten von dem grausigen Fund benachrichtigten, erstatteten
sie sofort bei ihrer Ankunft in Friedrichshagen um 6 1/2 Uhr bei einem
Herren unserer Redaktion Meldung. Wir stellten am Ort der Tat vorläufig
das Folgende fest: Der Tatvorgang wird anhand der Zeitungs-Berichterstattung
sowie nach Polizei- und Gerichtsberichten ausführlich dokumentiert.
Der Mordfall ist bis heute noch nicht aufgeklärt. Der angeklagte Sohn Willi
Schwarzenstein erklärte am 22.06.1908 vor dem Kammergericht in Moabit:
„Ich habe meinen Vater nicht erschossen... ich bin unschuldig“ Er wurde
freigesprochen und soll danach nach Amerika ausgewandert sein.“

(Nach Lokal- und Provinz-Nachrichten der Niederbarnimer Zeitung – Anzeiger
für Friedrichshagen vom 23.01.1908)


Kriminalkommissar Otto Busdorf hatte in seinem Band 1 (Erstausgabe 1929)
auf den Seiten 152 - 154 unter der Überschrift: „Mord an den Kgl. Förster
Schwarzenstein in Rahnsdorf bei Berlin“ ebenfalls berichtet.


neumann-neudamm



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Zur Geschichte der Revierförsterei Müggelsee

Friedrichshagner Hefte Nr. 37 Ein ermordeter Förster am Müggelsee
Friedrichshagener Geschichte



Dass Erich Hobusch ein viel gelesener, also erfolgreicher Autor ist, stellte ich
schon als Jungbuchhändlerin im Berliner Volksbuchhandel fest. Titel wie
„Das große Halali“, „Der grüne Ring – Erholungsgebiete in und um Berlin“
oder auch „Auf Schleichpfaden“ und „Am grünen Strand der Spree“ konnten
wir meist in mehreren Auflagen auf den Büchertischen präsentieren.

Jahre später, heute in meinem Antiquariat, begegnen mir diese Bücher von
damals wieder, antiquarisch, aber immer noch beliebt und gesucht von ortsgeschichtlich
Interessierten und Bücherfreunden. Und nun war es eigentlich
fast zwangsläufig, dass ich den Autor auch persönlich kennen lernte!

Denn Erich Hobusch hatte sich, als profunder Kenner des Berliner Jagd-
und Waldwesens, natürlich auch mit Köpenicker Forstgeschichte beschäftigt.
So machte er mir, als Herausgeberin der ortsgeschichtlichen Publikationsreihe
„Friedrichshagener Hefte“ den Vorschlag, über ein dunkles und
geheimnisvolles Vorkommnis Friedrichshagener Geschichte zu schreiben.

Unter dem spektakulär klingenden Titel „Der Förstermord am Müggelsee.
Zur Geschichte der Revierförsterei Müggelsee“ konnten wir am 28.September
2001 sein Heft, die Nummer 37 der Reihe, präsentieren. Es ist die
spannend dargestellte, akribisch recherchierte Abhandlung über die bis heute
noch ungeklärten Ereignisse am Nordufer des Müggelsees, bei der der
Königliche Förster Emil Schwarzenstein am 23. Januar 1908 hinterrücks
und gewaltsam den Tod fand und stellt die jahrelangen Bemühungen des
Kriminalkommissars und Journalisten Otto Busdorf dar, der dieses Verbrechen
mit publizierte.

Zusätzlich legt Hobusch eine ausführliche Darstellung der Entwicklung
der Revierförsterei Müggelsee vom „Forst-Etablissement Theerofen“ bis zur
Försterei der Gegenwart vor.

Nun wäre aber Erich Hobusch nicht der als einfallsreich und umtriebig
bekannte Autor, wäre nicht auch seine Buchpräsentation eben dieses Buches
einfallsreich, geheimnisvoll und bühnenreif: Der Autor las aus seinem

Manuskript und ließ von Darstellern die Ereignisse der Mordnacht am historischen
Tatort in einem von Fackeln illuminierten abendlichen Förstereigarten
nachstellen. So manchem Zuschauer war es sicherlich schauerlich zu
Mute...

Dank seiner Initiative wurde an dieses grausige Kapitel Friedrichshagener
Ortsgeschichte nicht nur in einer Publikation gedacht. Auch das bereits
1908 am Tatort aufgestellte Gedenkkreuz, das mit den Jahren verschwand,
wurde durch seine Anregung nun wieder aufgestellt und mit einer Gedenktafel
versehen.



Berlin-Friedrichshagen, im Mai 2007

Katrin Brandel
Antiquariat Brandel
Scharnweberstr. 59
12587 Berlin-Friedrichshagen
Tel. 030 - 64 111 60

In: Erich Hobusch: "WENN DIE KRANICHE..." Beiträge zur regionalen Naturschutzgeschichte - Ehrenamtliche Naturschutzarbeit im Stadtbezirk Berlin-Köpenick. Sonderausgabe 2008, S. 37 - 39



brandel-antiquariat


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