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"Vom Kampf der Rivalen" II. Anthologie
- FORUM LEBENDIGE JAGDKULTUR e.V.


Textauswahl nwm-verlag

Werner Schinko 80 - Gezeichnetes Leben -

Werner Schinko  am 05.03.2009 in Schwerin

Werner Schinko 80. Gezeichnetes Leben
Ausstellung im Schlesweig-Holstein-Haus Schwerin.


Schinko Ausstellungen werden für ihre Besucher immer ein Erlebnis, besonders dann, wenn der Künstler zur Eröffnung erscheint, was in der Regel der Fall ist...
Dr. Raimund Hoffmann, KATALOG zur Ausstellung, 2009, Seite 18

Hier beginnt der Inhalt

Natur- und Jagdmaler Hans-Henning EISERMANN

Deutsche Jagdschutzverband e.V. (DJV) = Kulturpreis 2008

Anlässlich des Bundesjägertages 2008 wurde am 23. Mai in Weimar der Preis für Jagdmalerei an den Brandenburger Jagdmaler und Jäger Hans Henning Eisermann aus Liepe bei Eberswalde/Schorfheide vergeben.

In der Laudatio heißt es: "Er sieht die Natur so, wie sie alle Menschen mit normalen Sinnen und gesundem Menschenverstand wahrnehmen. So gelingt es ihm mit seinen Bildern, den Betrachtern Freude an der Natur und größeres Verständnis für die Natur zu vermitteln, sie auch dafür zu gewinnen, dass sie sich für den Schutz unser heimatlichen Fluren einsetzen.“

Gerade bei den Jägern ist er für die Darstellung des heimischen Wildes in der Landschaft zwischen Oder und Schorfheide, meist in Öl ausgeführt, bekannt geworden.

www.ljv-brandenburg.de/

DIE neue NEUDAMMERIN - Zeitschrift für Jagd & Kunst, Nr. II/08, S. 71





„Zum Tageseinstand“

Bereits im August melden sich die ersten Hirsche in der Abenddämmerung oder im Morgengrauen durch lautes Röhren aus ihren Sommereinständen zurück. Beim Kahlwild stehen sie aber erst im September und ihren Tageseinstand wählen sie zu Beginn der Brunft noch getrennt vom Rudel. Doch in der Hochbrunft in der zweiten Septemberhälfte weichen die alten und starken Hirsche nicht mehr von ihrem Rudel. Währen der Platzhirsch mühsam ein großes Rudel zusammenhält und dabei viel Kraft vergeudet, zieht der alte, reife Hirsch mit wenigen brunftigen Stücken Kahlwild durch den Einstand. Ihn bekommt man nur selten zu sehen. Hier zieht ein starker Zwölfer seinem kleinen Rudel in den verschilften Erlenbruch nach und schon kurze Zeit später sieht man nur noch die hellen Geweihenden des sichernden Hirsches im Schilf. Die Lichtung gehört wieder den Tieren des Tages.

Natur- und Jagdmaler Hans-Henning Eisermann, Liepe 11/2002
"Zum Tageseinstand" (50 x 80, Öl auf Leinen, 2002)













"Singschwäne"

Mit der Bildung des Nationalparkes „Unteres Odertal“ wurde zwischen Hohensaaten und Stettin die Oder auf ca. 60 km Länge als letzte wilde Flussauenlandschaft mit den angrenzenden Oderhängen unter Schutz gestellt. Als Hochwasserretentionsgebiet wird alljährlich zu Winterbeginn bis zum Frühjahr die Aue überflutet. Die Oder hat dann eine Gewässerbreite bis 2km. Die riesigen Wasserflächen werden zum Rast -und Überwinterungsplatz für 100.000 Gänse- und Entenvögel und auch von Singschwänen aus Skandinavien und Island. seinen Namen trägt der Singschwan zurecht wegen seines weithin vernehmbaren klangvollen Rufes. Bei den skandinavischen Urvölkern erfreut sich der Singschwan besonderer Verehrung. Kraftvoll und dennoch elegant ziehen die Singschwäne meist in Familienverbänden durch die vereisten Polder, wie die Überflutungsräume an der Oder genannt werden. Im zeitigen Frühjahr verebben dann die melodischen Rufe, wenn sie wieder ihre nordischen Brutgebiete aufsuchen.

Natur- und Jagdmaler Hans-Henning Eisermann, Liepe
„Singschwäne“ , (40 x 60, Öl auf Leinen), 2002.











"Lieper Posse"

Die Lieper Posse ist ein Bruchwald oberhalb der Dorflage in der Endmoräne gelegen. Eine forstliche Nutzung erfolgt nicht. Offene Gewässer wechseln sich mit Mooren und Schilfdickicht ab. Die Moorbirke versucht mühsam auf verlandeten Flächen zu stocken und konkurriert mit Weiden und Kiefern. Der beginnende Herbst zeigt sich mit ersten Laubverfärbungen

Hans-Henning Eisermann, Natur -und Jagdmaler, Liepe
„Lieper Posse“, (40 x 50, Öl auf Leinen), 2008
















"Feisthirsch im Mond"

Die nur noch in größeren Waldgebieten verbreitete größte Hirschart in Mitteleuropa macht sich in der Brunft besonders durch das Röhren der Hirsche bemerkbar. Sind doch die Lautäußerung des europäischen Rotwildes in der Brunft die hervorragendsten unter den Hirschartigen (Cerviden) der Welt.
Die Allgegenwart des Menschen hat bei uns dieses sensible Hochwild zu dämmerungs- und nachtaktiven Tieren werden lassen. So findet selbst die Brunft überwiegend zu dieser Zeit seinen hörbaren Ausdruck durch die schreienden Hirsche. Nur Jäger und Naturliebhaber nutzen die Gelegenheit im fahle Mondlicht des September unvergessliche Eindrücke der Hirschbrunft zu erleben.
In der Wäldern der Schorfheide noch ein gewöhnliches Erlebnis, so schränkt doch
zunehmende Urbanisierung den Lebensraum dieser großartigen Wildart ein und auch in der Forst gehören die „braunen Rindenfresser“ zunehmend zum Feindbild der Waldhüter.
Hier zieht ein suchender Hirsch aus dem Plagefenn bei Liepe in den Bruchwald.
Mich haben die Erlebnisse der Brunft angeregt diese auf der Leinwand festzuhalten.

Natur- und Jagdmaler Hans-Henning Eisermann , Liepe 05/2002
"Feisthirsch im Mond“ (50 x 40, Öl auf Leinen), 2002