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"Vom Kampf der Rivalen" II. Anthologie
- FORUM LEBENDIGE JAGDKULTUR e.V.


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Werner Schinko 80 - Gezeichnetes Leben -

Werner Schinko  am 05.03.2009 in Schwerin

Werner Schinko 80. Gezeichnetes Leben
Ausstellung im Schlesweig-Holstein-Haus Schwerin.


Schinko Ausstellungen werden für ihre Besucher immer ein Erlebnis, besonders dann, wenn der Künstler zur Eröffnung erscheint, was in der Regel der Fall ist...
Dr. Raimund Hoffmann, KATALOG zur Ausstellung, 2009, Seite 18

Hier beginnt der Inhalt

Von Hirschsteinen und goldenen Reitern - Skythen-Ausstellung in Hamburg und München.

Im Zeichen des goldenen Greifen KÖNIGSGRÄBER DER SKYTHEN

Goldener Hirsch mit tierstil-typisch untergeschlagenen Läufen und repräsentativem Geweih aus Kostromskaja. Kubangebiet,  östlich des Schwarzen Meeres. © Staatliche Eremitage St. Petersburg

Gefördert wurde diese repräsentative Ausstellung mit mehr als 6.000 Exponaten zur Geschichte der frühen Reiternomaden der eurasischen Steppen durch das Auswärtige Amt Berlin und den Ernst von Siemens-Kunstfonds, München. Durch das Zustandekommen dieser sehr wirkungsvoll gestalteten Ausstellung wird weltweit erstmals in einer derartig umfassenden, einzigartigen Schau die Geschichte und Kultur der Reitervölker Eurasiens präsentiert. Viele Museen und Institutionen aus Deutschland, dem Iran, Kasachstan, Rumänien, verschiedenen Teilen Russlands, der Ukraine und Ungarns haben sich an der Vorbereitung und Durchführung beteiligt.

Die Skythen und die mit ihnen verwandten nomadischen Völker prägten vom 8. bis 3. vorchristlichen Jahrhundert die Geschichte des eurasischen Steppenraums. Das multiethnische Skythentum entwickelte eine eigene Sachkultur, den skytho-sibirischen Tierstil, mit beeindruckenden Darstellungen von Hirschen, Raubkatzen, Steinböcke und Greife, dem geflügelten Fabeltier. Charakteristisch für diese frühskythische Kunst sind die Zeichnungen des im "fliegenden Galopp" dargestellten Hirsches mit gewaltigem Geweih, aber auch Steinbock und Wildziege, Kulan und Wildpferde sind auf den flachen Reliefzeichnungen abgebildet.




"unsere Jagd" - Heft 9/2007, S. 80

Beitrag Erich HOBUSCH:
KÖNIGSGRÄBER DER SKYTHEN:
Hirschsteine und goldene Reiter.

[mdl:C- unsere Jagd 9/2007.pdf]hier ansehen

Hirschsteine in den eurasischen Steppen

Hirschstein im Somon Chajrchan (nach E. Nowgorodowa, 1979, S. 141)







Zu den herausragenden steinernen Zeugnissen dieser frühen Nomadenkultur gehören die sogenannten Hirschsteine, jene markanten Steinstelen, die heute noch den Jägern und Viehzüchtern als Orientierungspunkte in der weiten Steppenlandschaft dienen. Mehr als 500 dieser Hirschmenschensteine sind in der Mongolei, in der autonomen Republik Tuva oder in Transbaikalien bisher entdeckt worden. Die im 1.Jahrtausend v.Chr. entstandenen Reliefzeichnungen stellen in der Regel stilisierte Hirschfiguren dar, die entweder in natürlicher, starrer Haltung gezeigt wurden oder als Darstellungen von "Hirschmenschen". So wie aus Ägypten der Sphinx (Löwenmensch), bei den Griechen der Kentaur (Pferdemensch), bei den Altorientalen der Stiermensch (Lamassa) und bei den Armeniern der Fischmensch (Wischap) bekannt wurden, finden wir in der Mongolei diese steinernen Hirschmenschen, die einst wahrscheinlich Grabstätten kennzeichneten






Grabhügel im "Tal der Könige"

Goldener Hirschaufsatz von der Kopfbedeckung des Fürsten aus Kurgan 2 in Arzan. 7. Jahrhundert v. Chr. © Staatliche Eremitage St. Petersburg



Der griechische Geschichtsschreiber Herodot berichtete in seinen Historien über das im Süden Sibiriens zu lokalisierende Volk der „goldhütenden Greifen“. In dieser Region führten in den Jahren 2000 -2003 das Deutsche Archäologische Institut Berlin und die Staatliche Eremitage St. Petersburg gemeinsame Ausgrabungen durch. In Aržan, nahe der russisch-mongolischen Grenze, wurde im „Tal der Könige“ ein Grabhügel untersucht, dessen Inhalt mit Tausenden Goldgegenständen eine der größten archäologischen Sensationen der letzten Jahre ist. In seiner Bedeutung kommt er durchaus dem Grab des Tutenchamun nahe. Allein aus der Grabkammer (Hügel 2) wurden mehr als 8.000 Goldgegenstände geborgen.





Der "Goldene Mann von Issyk"

Überall prägen prächtige Grabhügel der Könige und Fürsten die eurasische Steppenlandschaft. In ihnen wurden die Herrscher mit einem beeindruckendem Zeremoniell und prunkvollen Gegenständen aus Gold bestattet. Die wichtigsten Grabkomplexe können in der Ausstellung präsentiert werden. Von dem der sakischen Kultur angehörenden „Goldenen Mann von Issyk“ in Kasachstan über die sauromatischen Funden am südlichen Ural bis zu den prachtvollen Objekten aus den Kurganen nördlich und östlich des Schwarzen Meeres.

Goldener Aufsatz von der Zipfelhaube des Mannes aus Issyk mit antithetischen Fabeltieren. 6. bis 5. Jh. v. Chr.© Präsidentenzentrum Astana

Auch in den Höhen des Altaigebirges gab der Dauerfrostboden weitere spektakuläre Funde frei: Allem voran sind es die tätowierten Mumien, die ihre Faszination auf den Besucher ausüben. Weltweites Aufsehen erregten auch die hervorragend erhaltene Kleidung, der prachtvoll verzierte Pferdeschmuck und andere Gegenstände aus Holz, Textil und Leder.

Noch nie vorher war es möglich, diese Gegenstände aus vergänglichen Materialien so umfassend öffentlich zu zeigen. Deshalb stehen auch im der Ausstellung neben den archäologischen Hinterlassenschaften der Skythen die Ergebnisse der modernen Ausgrabungstechnik, der naturwissenschaftlichen und anthropologischen Untersuchungen. Sie liefern zunehmend sensationelle Erkenntnisse über die faszinierende Grabarchitektur, die Umweltbedingungen in den Steppenregionen, die Ernährung, Verwandtschaftsbeziehungen oder Krankheiten der Skythen.

Die Ausstellung des Deutschen Archäologischen Instituts und des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin im Martin Gropius-Bau wird in Berlin noch bis 01.Okt. 2007 gezeigt, danach (vom 26.10.2007 – 27.01.2008) in der Kulturstiftung der Hypo-Kunsthalle München sowie vom C

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Katalog „Im Zeichen des goldenen Greifen. Königsgräber der Skythen“
Prestel Verlag
Hrsg. von Hermann Parzinger und Wilfried Menghin
320 Seiten mit 350 Abbildungen, davon 250 in Farbe, 24,5 x 29 cm
Broschur (Museumsausgabe) ISBN 978-3-7913-6125-3
Gebundene Buchhandelsausgabe ISBN 978-3-7913-3855-2
Im Internet www.MuseumShop.de ist die Museumsausgabe (25,00 €) zu beziehen.
Für weitere Fragen steht Ihnen die Infoline der Staatlichen Museen zu Berlin gern zur Verfügung unter
Tel. +49-(0)30-2663668 (Mo. bis Fr. von 9 bis 17 Uhr)
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